Laufökonomie - STAPS macht den Mythos greifbar!

Die Laufökonomie, sprich die Effektivität mit der Sie Ihre Energie in Laufgeschwindigkeit umsetzen, ist seit langer Zeit ein viel diskutiertes Thema bei Läufern und Triathleten. Zur Verbesserung der Laufökonomie werden spezielle Trainingsmethoden, z.B. Lauf ABC, eingesetzt. Wie hilfreich und vor allem ob ein solches Training den erwünschten Erfolg bringt, bleibt jedoch immer unklar. Der Grund hierfür ist, dass der Begriff Laufökonomie zu einem Schlagwort geworden ist, welches schwer erfassbar ist. Im Rahmen der STAPS Diagnostik wird dieser Parameter nun sichtbar, und damit für jeden Sportler zugänglich gemacht. Damit ist es möglich die Effektivität der angewandten Trainingsmethoden, also z.B. ein regelmäßiges Lauf ABC, zu überprüfen. Gemäß der STAPS Philosophie kann vor allem jedoch die Frage geklärt werden ob und welches Potential bei einem Sportler in der Laufökonomie ruht. Nicht bei jedem Sportler bietet dieser Parameter ein Potential zur Leistungssteigerung. Dennoch ist es keine Seltenheit dass im Verlauf einer Trainingsphase ausschließlich die Laufökonomie für eine Leistungsverbesserung ausschlaggebend ist. Dies bedeutet: die eigentliche physiologische Leistungsfähigkeiten, wie z.B. die maximale Sauerstoffaufnahme, bleibt unverändert und trotzdem läuft ein Sportler / eine Sportlerin schneller. Der Grund hierfür ist häufig eine verbesserte Laufökonomie - Grund genug diesen Parameter im Trainingsverlauf zu kontrollieren.

Praxisbeispiel

Ein ambitionierter Freizeitläufer wurde vor und nach einer 12 wöchigen Trainingsphase mittels des STAPS Advanced Running Tests untersucht. Die maximale Laktatbildungsrate, die maximale Sauerstoffaufnahme sowie das Körpergewicht waren bei beiden Tests ähnlich. Dennoch war es dem Sportler möglich an der anaeroben Schwelle sowie im Marathon ein höheres Tempo zu laufen. Der Grund für diese Verbesserung fand sich in einer verbesserten Laufökonomie: der Sauerstoffverbrauch für ein fixes Lauftempo war deutlich geringer als vor de 12 Wochen Training. Aufgrund der identischen physiologischen Leistungsfähigkeit hatte der Sportler beim Marathontempo bei beiden Tests eine Sauerstoffaufnahme von 40 ml/min/kg. Im ersten Test, d.h. vor dem Training, benötigte der Sportler 10,9 ml/min/kg je m/s Lauftempo. Dies bedeutet der Sportler konnte mit der Sauerstoffaufnahme von 40 ml/min/kg ein Tempo von 3,66 m/s laufen (40 ml/min/kg geteilt durch 10,9 = 3,66). Im Rahmen des Laufbandtests konnte die so errechnete Geschwindigkeit bestätigt werden. Das Tempo entspricht einer Zeit von 4:33 je km, und einer Marathonzeit von 3:11:40. Durch die Verbesserung der Laufökonomie benötigte der Sportler nach der 12 wöchigen Trainingsphase nur noch 10,1 ml/min/kg Sauerstoff je m/s (vorher 10,9). Mit dem gleichen Leistungsvermögen, sprich einer Sauerstoffaufnahme 40 ml/min/kg im Marathontempo, konnte der Sportler nunmehr 3,9 m/s laufen (40 ml/min/kg geteilt durch 10,1 = 3,90). Dies entspricht einer Zeit von 4min 13 Sekunden je Kilometer. Damit verbesserte sich die Endzeit im Marathon um gut 14 Minuten auf 2:57:35!

Laufökonomie Test 1 Laufökonomie Test 2 
Sauerstoffaufnahme O2 Bedarf je m/s und kg Sauerstoffaufnahme O2 Bedarf je m/s und kg
25 ml/min/kg 10,3 ml/min/kg/*m/s 25 ml/min/kg 9,8 ml/min/kg/*m/s
30 ml/min/kg 10,4 ml/min/kg/*m/s 30 ml/min/kg 9,9 ml/min/kg/*m/s
35 ml/min/kg 10,6 ml/min/kg/*m/s 35 ml/min/kg 10,0 ml/min/kg/*m/s
40 ml/min/kg 10,9 ml/min/kg/*m/s 40 ml/min/kg 10,1 ml/min/kg/*m/s
45 ml/min/kg 11,2 ml/min/kg/*m/s 45 ml/min/kg 10,3 ml/min/kg/*m/s
50 ml/min/kg 11,6 ml/min/kg/*m/s 50 ml/min/kg 10,6 ml/min/kg/*m/s
55 ml/min/kg 12,0 ml/min/kg/*m/s 55 ml/min/kg 11,2 ml/min/kg/*m/s

(C) 2006 | all rights reserved | AGB | IMPRESSUM