Belastungssteuerung im Ausdauersport -  Prognose der Leistungsentwicklung

Jedem Sporttreibenden ist bekannt, dass mit „mehr Training“ oftmals auch höhere Leistungen möglich sind. Jedoch hat dieses Prinzip seine Grenzen: denn ab einem gewissen Trainingsumfang wird man nicht mehr besser, sondern nur noch schlechter. Aus der Praxis kennen viele Sportler und Sportlerinnen noch ein weiteres Phänomen: verschiedene Menschen reagieren unterschiedlich auf ein und den gleichen Trainingsreiz. Was für den einen Sportler gut zu verkraften ist, kann für jemand anderen bereits zu viel Training bedeuten und die Leistungsfähigkeit reduzieren.

STAPS ist genau diesen Prozessen auf der Spur. Basierend auf einer Vielzahl von Daten aus den STAPS Diagnostiken, sowie dem STAPS Advanced Training System lassen sich komplexe Trainingsbelastungen in einfachen, individuell bestimmten Werten festlegen. Es zeigte sich, dass es mit dieser Trainingsmethodik möglich ist, die effektivste Trainingsbelastung für jeden Sporttreibenden herauszufinden.

Hierzu ein Beispiel:

Die Antwort auf hohe oder niedrige Trainingsbelastungen, im Sinne einer Toleranz dieser, wies bemerkenswerte Unterschiede auf. Dieser Sachverhalt soll anhand drei typischer Beispiele erläutert werden: Die Sportler 2 und 3 in der Abbildung zeigen die Ausprägung der individuell höchsten aeroben Leistungsfähigkeit (VO2max) bei einer individuellen Belastung von ca. 5,5. Bei beiden Probanden ist ein steiler Anstieg bzw. Abfall der Kurve bei Belastungen oberhalb sowie unterhalb dieser Belastung zu erkennen. Trotz vergleichbarer Belastungen ist die maximal erreichte Leistung unterschiedlich (VO2max bei Sportler 2 ca. 78 ml/min/kg, bei Proband 3 ca. 72 ml/min/kg). Sportler 1 erreichte eine ähnliche VO2max wie Sportler 3. Jedoch wurde hierfür eine deutlich höhere individuelle Belastung notwendig. Sportler 1 zeigte bei dem hier durchgeführten Training eine maximale Anpassung bei einer Belastung entsprechend ca. 8,5. Im Gegensatz zu den Sportlern 2 und 3 scheint Sportler 1 einen relativ breiten Toleranzbereich (ca. 7,6 – 8,8) aufzuweisen bei dem die aerobe Leistungsfähigkeit stabil ist. Bei höheren Belastungen konnten jedoch Leistungsverluste von mehr als zehn Prozent gemessen werden.



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